"Strauss Innovation meets Crocodile Dundee"

08.03.2010 | Von Daniela

Wie konnte mir das nur passieren? Wieso hab ich nie vom  „Bobotie“ gehört?

Diese Entdeckung muss ich einfach kundtun! Das „Bobotie“ ist kein Kinofilm, keine Sportart und keine KVB-Haltestelle in Köln, sondern ein südafrikanisches Restaurant mit kleiner Lounge. Ich muss gestehen, ich bin kein „Gourmet“ und probiere nicht jede Essenskultur aus, doch seit meinem Besuch im Bobotie bin ich viel offener geworden, was die Essenskultur anderer Länder angeht.  Ich bin halt ne Kartoffel. Beim Eintreten dachte ich schon: ”So muss es in Afrika riechen”. Das Personal empfängt uns in bunten Tuniken und mit einem großen Lächeln und bringt uns zu unserem reservierten Platz. Erstmal sitzen und sacken lassen. Die Wände sind in brauner Farbe – Lehm-artig - gehalten, afrikanische Kunst hängt an den Wänden,  das Licht ist gedämpft (worüber ich immer sehr froh bin, so sieht man nicht jeden „Mitesser“ – im Gesicht -), außerdem gibt es noch eine kleine Terrasse, welche durch einen bunt bemalten Zaun getrennt wird. Der Tisch ist sehr detailverliebt gedeckt und große Metallringe mit afrikanischen Mustern dürfen die Servietten zieren, selbstgestaltete Windlichter sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Nur das viele Besteck hat mich verunsichert - von außen nach innen, von innen nach außen? Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr froh, dass ich „Pretty Woman“ gefühlte achtzigtausendmal  gesehen habe (berühmte Szene: Julia Roberts wird das Einmaleins der Benimmregeln im Restaurant beigebracht) und daher wusste: von außen nach innen. Zu Beginn bestellten wir einen „Starter“ mit verschiedenen kleinen leckeren Dingen wie z.B. frittierte Teigtaschen gefüllt mit Rindfleisch und Kartoffelbällchen. Nun zum Hauptgang: Hier werden außergewöhnliche Fleischgerichte angeboten wie z.B. Springbock, Strauss und Krokodil. Ich Hinterwäldlerin kenne ja nur, Rind-, Schwein- und Hühnerfleisch, bestellte mir aber dann ein Straussenfilet auf Feigen-Rooibosteesauce mit Kartoffel-Kürbispüree und Maisplätzchen. Gott, war das lecker!

Also, wenn ihr nach einem arbeitsreichen Tag zur Ruhe kommen wollt und Appetit auf etwas Besonderes habt, einen gemütlichen Cocktailabend erleben, oder euer erstes Kennenlernen mit den Eltern des Freundes arrangieren wollt, dann nichts wie hin!

www.bobotie.de

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AHOI Party – Ich bin dann mal schiffen

23.02.2010 | Von Daniela

Das Kostüm ist gewaschen und gebügelt, die Wangen sind rot geschminkt, die Frisur feiert schon vorab ihre eigene Party, die ABBA-Songtexte sind einstudiert, Textsicherheit ist mit gutem Willen vorhanden, der Papst hat auch zugesagt, die Rettungsringe sind angefuttert, das Seepferdchen ist eingepackt und der Durst ist auch da – auf geht´s zur AHOI- Sause auf der MS Rheinenergie.

Ich muss zugeben, dass ich vor dem Event dachte: Hm, das wird bestimmt eine langweilige Ü30-Party mit ganz viel 30 Zentimeter, Michael Wendler, Frauen mit wasserstoffblond gefärbten Kurzhaarfrisuren, Männer mit Vokuhila (vorne kurz und hinten lang), Schnauzbart, in einer „Olé, Olé“ Mallorca-Atmosphäre. Die Verkleidung der Frauen wäre sicher ein kurzes Röckchen mit „ganz viel Ausschnitt“ und die der Herren ein unbezahlbares FC-Trikot gewesen. Ich war auf schlechten Service, teure Getränke, beschmutzte WCs, wenig Platz zum Tanzen und aggressives Gedrängel eingestellt.

Schließlich hieß es: Die ABBA-Revival-Band gibt ein Konzert und das für zwei sagenhafte Stunden.
Mit all den schönen Vorurteilen machten wir uns auf den Weg. Das Rotkäppchen, Die Braut-Fee, Dr. Bohne und der Papst. Von den Kartenvernichtungs-Menschen höflich empfangen, rutschten wir vergnügt auf Deck. Unser Plan war wie folgt: Erst eine Steh- oder Sitzplatzmöglichkeit in Nähe einer Theke sichern und dann ganz ruhig zur Garderobe. Wir hatten Glück und bekamen einen schönen Tisch an der Empore mit Blick zur Bühne und der riesigen Tanzfläche. Der DJ verbreitete seine gute Laune, spielte Karnevalshits, sowie Klassiker der älteren Generation. OK und ich gebe zu, es lief auch Michael Wendler, aber das tat der Stimmung nichts. Zwischendrin vernaschte ich unseren Tisch mit Wohlwollen. Zur Aufklärung passend zur AHOI Party, gab es Ahoi-Brause und Brausebonbons. Der ein oder andere mag sich noch erinnern. Wir schunkelten im Takt, tranken unser lecker Bier und genossen die Sicht auf die tanzende Bühne. Der DJ erinnerte mich oft an einen Kirmes-Moderator, der bei einer neuen Achterbahnfahrt immer „Eine neue Runde, eine neue Runde, nichts geht mehr“ in sein Mikro haucht. 

Da hat man mal eine Sekunde nicht zur Bühne geschaut – da die Kostüme mancher Gäste einfach nur meiner Aufmerksamkeit bedürfen – da fliegen schon die ersten Menschen (der Tanzgruppe der G.K.G Greesberger e.V. Köln von 1852) in „Spitzebützje“ durch die Luft und werden von Männern mit Haltung wieder aufgefangen! Nun hieß es: Ahoi Capitano! Start the engine, lass ABBA aus dem Sack! Zaggi die Zack, Licht aus, Spot an, erklangen auch schon die engelsgleichen Stimmchen in ihren funkelnden und einzigartigen Bühnenoutfits, wie man es von ABBA gewohnt ist.
Der Mönch knutschte mit Antje aus Holland, der NASA-Astronaut tanzte mit seinem Alien, das Glühwürmchen trank mit dem Gärtner Kölsch aus der Gießkanne und ich sang im Kanon mit dem Papst „Dancing Queen“! Gut zwei Stunden entertainte und spielte die Band und gab unzählige Zugaben. Natürlich nach jeder Menge “Zuuugaaabe, Zuuugaaabe”. Schließlich lies sich die Band nicht zweimal bitten.

Ich habe mir inzwischen meinen Gaumen mit Ahoi-Brausebonbons übersäuert und wund gemampft. Parallel zur ABBA-Show gab es auf dem oberen Bug noch eine weitere Party mit Hits aus den 70ern und 80ern, auch hier war die Stimmung sehr ansteckend!

Stimmung ist: Wenn die Kloschüssel zu „I like to move it, move it“ bebt und die Gäste aus ihren WC-Kabinen und dem Waschraum mitsingen! Nach einer kleinen und spontanen WC-Party machte ich eine Runde durch die unglaublich kreative Menge und ließ diese einfach auf mich wirken.

Zu meiner Überraschung, waren auch die Mitglieder der XING-Regionalgruppe Köln mit an Bord. Und ich dachte immer, „XING is only for business“ und „ Wer hat den besten Lebenslauf“, aber es wurde gefeiert! Ich sag Euch: „Social Media connecting people“!

Mein persönlicher und herzlicher Dank geht an den Veranstalter (Andreas Albani) für die Einladung zur gelungenen AHOI Party. Viele Kölner hatten – da bin ich mir ABBA ganz sicher – genauso viel Spaß an Bord wie ich. Mein einziger Kritikpunkt wäre der Karten-Vorverkaufspreis gewesen (26 EUR). Aber dies ist kein Preis, wenn man mit angenehmen Gästen auf einer außergewöhnlichen Location mit Blick auf den beleuchteten Dom bei Nacht eine einmalige Party erleben möchte.

In diesem Sinne:  Kölle Alaaf You!

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Spirits of Cologne

03.02.2010 | Von Daniela

Mit Musik auf den Ohren und einem Schmunzeln im Gesicht, schreibe und denke ich gerne  über  jenen Abend im „Spirits“ zurück. Nach einem gelungenem Abendessen im „Bobotie“ (in Kürze mehr) und in Begleitung zweier Herren, wollten wir den Abend mit einem Cocktail ausklingen lassen. Wie so oft stellte sich die Frage: „Wo gehen wir hin?“. Schließlich hieß es: „Och, lass uns mal dort entlang laufen“, gesagt getan. Verwundert über eine kleine – und unscheinbare – Bar in der Engelbertstr. 36, im Belgischem Viertel, wurden wir neugierig und ließen uns auf ein Abenteuer im „Spirits“ ein. Nachdem wir freundlich empfangen wurden, platzierten wir uns – unbewusst – in unmittelbarer Nähe des „DJ-Pultes“, welches bis zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Platte aufgelegt bekam. Dies änderte sich jedoch im Laufe des Abends und verlieh der ganzen Atmosphäre einen „funkigen“ Schliff. Von dem aufmerksamen Barkeeper sofort entdeckt, überreichte er uns die Getränkekarte. Wir ließen den urgemütlichen Laden erst einmal auf uns wirken und suchten uns in Ruhe einen besonderen Cocktail aus. Die Entscheidung war gefallen und wir bestellten unseren gewünschten Drink.  Ich bestellte mir einen „kleinen Prinzen“ (so heißt der Cocktail) und wurde verdutzt vom Barkeeper angeschaut. Er klärte mich auf, wie dieser schmecken würde und dass er für mich wohl ein wenig zu herb und zu stark sei. Meine Gedankenblase enthielt folgenden Inhalt: „Na toll, nur weil ich ne Frau bin, lackierte Nägel hab, einen BH und keine Hosenträger trage, darf ich mir keinen „starken“ Drink bestellen?“ Hallo? Emanzipation? Gleichberechtigung? Kann ihm doch eigentlich egal sein, was ich bestelle, Hauptsache er macht seinen Umsatz. Letztendlich empfahl er mir einen sogenannten „Sexy Elevator“, der sei süß, nicht allzu stark und würde mir keine Kopfschmerzen bereiten. Na, das hört man doch gerne von einem Mann, dass er einem  keine Kopfschmerzen bereiten möchte.

So ließ ich mich auf den „Sexy Elevator“ ein und gab somit meine Bestellung auf: „Einen Sexy Elevator bitte“. Nach meinem missglückten Versuch, einen mir vorgeschwebten Cocktail zu bestellen, waren nun die Herren der Schöpfung an der Reihe. „Ich hätte gerne einen Cappuccino.“ „Und ich einen Hot Chocolate.“ (Keine heiße Schokolade!) Der „Hot Chocolate“, ein hochprozentiger Cocktail auf Whiskey – Basis, sollte eher am Ende eines Abends genossen werden. Die Cappuccino-Bestellung lief reibungslos ab, beim „Hot Chocolate“ allerdings brachte der Barkeeper ein „Ui ui ui“ mit hochgezogener Augenbraue von sich und „scannte“ mit seinem geschulten und erfahrenen Blick meine attraktive – männliche – Begleitung. Ich sag euch, ein Nacktscanner an den Flughäfen ist nichts dagegen.

Professionell, in einer angenehmen und nicht aufdringlichen Art, fragte der Barkeeper nach seinem bevorzugten Geschmack und empfahl ihm einen anderen Drink, welcher sich – wie bei mir – in keinster Weise als Fehler entpuppte; ein absolutes WOW-Erlebnis. Wohlig schlürften wir die auf uns zugeschnittene Empfehlung, inzwischen in Begleitung des DJs.

Wer eine detailverliebte (vom Kerzenständer bis zum sehr stilvollen Outfit der Barkeeper in „Mafia Manier“ inkl. Hosenträger), gemütliche Bar (in gedämpftem Licht, unterstützt von Kerzenlicht), kompetenten Service sucht und hochwertige Spirituosen genießen möchte,  ist hier absolut richtig!

Das „Spirits“ ist für mich inzwischen eine Wohlfühl-Stamm-Bar und hier bekommt selbst ein Mann nicht immer das was er gerne hätte.

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1460 Lounge – Im Namen des Cocktails

07.01.2010 | Von Daniela
(Foto: 1460 Lounge )

(Foto: 1460 Lounge )

Was ziehe ich an? Was erwartet mich? Muss ich meine Taufpaten mitbringen?
Diese Fragen hab ich mir tatsächlich gestellt, da es sich bei der 1460 Lounge um eine ehemalige (500 Jahre alte) Kapelle handelt, welche vor einigen Jahren umgestaltet und zum Treffpunkt der Kunst- und Musikszene wurde. So jedenfalls philosophieren die Hüter der 1460 Lounge. Ich – weder Künstler noch Musiker – habe dieses charmante Gemäuer dennoch besucht und bekam Einlass. Die Pforten öffneten sich um 21 Uhr; wer sicher gehen will, kann vorher einen Tisch reservieren. Doch wer pünktlich ist, hat eine überschaubare Anzahl von Gästen und eine gute Chance auf einen Tisch mit Aussicht zur colorierten Beleuchtung der Bar, inklusive Bottle-Wurf-Showeinlage der Barkeeper.
Zurück zur Kleiderfrage: hier wird auf eine schlichte und klassische Garderobe geachtet. Es wurden tatsächlich Gäste – höflich – auf ihr nicht passendes „Outfit“ hingewiesen. In den swingenden Chören von Michael Bublé und einer angenehmen Lautstärke, hieß es schließlich: „Habemus Cocktail!“ und ich genoss die wirklich sehr schmackhaften Sünden. Allerdings waren die Preise auch eher sündhaft: mit 9 Euro pro Cocktail muss man leider rechnen. Unbezahlbar ist jedoch die Begleitung, die man an solchen Abenden und an solchen Orten um sich haben darf.

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Tapas. Mjam 01.

28.08.2009 | Von Yasmin

Tapas sind seit einigen Jahren ziemlich im Trend. Warum auch nicht, kommt man so doch statt einem einzigen Hauptgericht in den Genuß vieler kleiner Leckereien. Hier die erste meiner Empfehlungen für Köln:

1. Pablos, Sülz
Das Pablos in Sülz ist ein ganz besonderer kleiner Ort.

Er ist zum Beispiel nicht geeignet, wenn man a.) eine große Party veranstalten will (zu klein), b.) gesehen und gesehen werden möchte (wieder zu klein und zu dunkel) c.) es szenig mag (zu gemütlich).

Wer allerdings a.) Lust auf einen lauschigen Abend hat, b.) Zweisamkeit und c.) leckere Tapas und guten Wein mag, der ist hier richtig.

Bei Kerzenschein kann man aus verschiedenen Spezialitäten wählen, die sehr urig in der wohl kleinsten Küche zubereitet werden. Eben weil die Küche so mini ist, lohnt es sich, Zeit mitzubringen, denn die Zubereitung kann etwas dauern. Die Wartezeit wird aber mit leckerem Brot, Oliven und Aioli versüsst.
Es gibt Tapas von der Karte und eine wechselnde Wochenliste, die man auch unbedingt testen sollte. Auch zum Wein wird man hier beraten.

Da das Pablos aber so toll ist und so klein, ist eine Reservierung (gerade am Wochenende) unbedingt vonnöten. Die perfekte Location also für ein romantisches Date, um nach Feierabend gemütlich etwas zu essen (ohne laute, nervige Hintergrundmusik) oder einfach um Spaß mit (wenigen ausgewählten) Freunden zu haben.

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Viva Colonia.

24.07.2009 | Von Yasmin

Hello in Köln!
Jedes Mal, wenn ich nach ein paar Tagen (manchmal auch nur Stunden) zurück in meine Lieblingsstadt fahre, und den Dom von weitem schon sehe, geht mir das Herz auf. :)
Die tollste Begrüßung erlebt man, wenn man über die Severinsbrücke in die Stadt hineinfährt – der Rhein, der Dom, äh…und die ganzen anderen Gebäude. ;) Ich bin ja dafür, dass, auch wenn man mit dem Zug in den HBF einfährt, man gemeinsam mit den anderen Fahrgästen “Viva Colonia” singen sollte. Aus mir unbegreiflichen Gründen hat bisher allerdings nie jemand mit eingestimmt. Lag vielleicht daran, dass ich als Immi nur die ersten zwei Zeilen kenne und/oder sie meine Stimme nicht so toll fanden. Mir egal, ich halte an meiner Kölner Liebesbekundung weiterhin fest, egal ob im Auto oder im Zug. :)

Wie dem auch sei, ich werde also fortan über Köln und seine Bewohner, die vielen tollen Weggehmöglichkeiten, Restaurants, Cafés etc. berichten und freue mich auch über euer Feedback!

Viele Grüße,
Yasmin

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