Der wilde Münchner Osten – Szene, Clubs und S-Bahn…

01.02.2010 | Von Rob | Kategorie: Besonderer Platz, Lokalität, Party

Es ist schwer sich, wenn man in München lebt nur auf ein Viertel zu beschränken, denn München kann man eigentlich nur als gesamt „Stadtwerk“ betrachten. Angefangen vom Oktoberfest über das Hofbräuhaus, seine Schlösser und seine Opernhäuser, die Best frequentierte Fußgängerzone Deutschlands, der FC Bayern München und so weiter und sofort…

Aber im Osten von München, auf der anderen Isar Seite ist alles etwas anders. Hier wo der Ostbahnhof die S-Bahnen aus dem Untergrund spukt, wo sich Juppie Viertel aneinander reihen (Bogenhausen, Berg am Laim, Haidhausen, Au) und man im „Rechts der Isar“ verarzten lassen kann, wird auch gefeiert was das Zeug hält.

Hier gibt es zwei alte Industriegelände die Zusammen wohl Europas größtes Party Areal bilden.

Das ehemalige Pfanni Gelände, welches 1996 von Pfanni „aufgegeben“ wurde und im September 1996 zum legendären „Kunstpark Ost“ wurde, war eine Anlaufstelle für Künstler, Nachtschwärmer, Musiker und Bands, das München so noch nicht erlebt hatte. Damals mit rund 30 Diskotheken und Clubs zog das Areal pro Monat 250.000 Besucher an und das über mehrerer Jahre hinweg. Im Januar 2003 war dann Schluss mit dem Kunstpark Ost. Das Gelände wurde aufgeräumt, etwas sauberer gemacht und „fast“ komplett mit Videokameras überzogen.

Im April 2003 wurde das Party Areal denn wieder eröffnet unter dem Namen KULTFABRIK. Nun sind auf knapp ca. 60.000 Quadratmeter 26 Clubs und Bars, eine Konzerthalle, ein Kunstforum, Europas höchste Indoor-Kletterhalle, gewerbliche Einrichtungen, bildende Künstler und ein Kindergarten beheimatet und bedienen jeden künstlerischen und musikalischen Geschmack. Die bekanntesten Clubs sind: „Tonhalle“ (bekannt durch Livekonzerte und Events), Mondscheinbar, Americanos, Apartment11, Bamboo Beach, Boomerang, Cohibar, Die Bar (nur noch Privatveranstaltungen), Kalinka, Kölsch, Koi, Laufsteg München, Living4, Kantine, Club Metropolis, Noa, New York Tabledance, Q-Club, Rafael, Refugium, Roses, Schlagergarten, Sisi und Franz, Strobe Club, The Titty Twister, Willenlos, NOX-Club(neu). Einige davon gab es schon zu Kunstpark Ost Zeiten, nur die Betreiber haben hin und wieder gewechselt.

Wem das nicht reicht, der kann einfach eine Hausnummer weitergehen ins Optimolgelände, hier hat die frühere Leitung des Kunstparkt Ost (KPO) im Jahre 2004 ein weiteres, reines Club und Party Gelände aus dem Boden gestampft. Was an beiden Areals sehr schön erhalten wurde ist der eigentliche Ursprung für die beide einst gebaut wurden. Diesen kann man sehr gut noch erkennen wenn man mal bei Tag über beide Areale spaziert um die Gegensätze auf sich wirken zulassen.

Beide Areale haben insgesamt eine Fläche von ca. 90.000 Quadratmetern und eine Club und „Arten“ Vielfalt die nicht einmal in einer mittleren Kleinstadt vorherrscht.

Wer also mal nach München zu Besuch kommt, sollte mindesten zwei sehr lange Nächte einplanen um diese beiden Gelände zu erkunden und wenn er das hinter sich gebracht hat, dann hat er die Club Vielfalt in der Innenstadt noch gar nicht erlebt.

Oh Mann da braucht man danach wieder Urlaub vom Urlaub, tja der wilde Osten – was soll er kosten?..

Links:

Kultfabrik: http://www.kultfabrik.de/

Optimolgelände: http://www.optimolwerke.de/

Tags: , , , , , ,

2 Kommentare
Kommentar »

  1. Wow, das klingt ja spannend! Und super Fotos!!!

  2. Danke schön und ja ist sehr spannend, habe dort draußen 6 Jahre gearbeitet… ;)

Kommentar schreiben

Hast du einen Fehler entdeckt? Möchtest du uns Feedback geben? Sag's uns doch per E-mail!