Schwimmbad in Wien Teil II: Kongressbad

28.06.2010 | Von Julia
Kategorie: Café, Freizeit, Schwimmbäder in Wien

Wer glaubt, ganz Wien befände sich auf der Donauinsel, wenn dort das ganz große Donauinselfest statt findet, der irrt. Denn die Wiener Schwimmbäder waren trotz der gefühlten 17 Millionen Besucher auf der Donauinsel ebenso gut gefüllt.

Die City-Blog-Schwimmbad-Mission führte mich diesmal in das Ottakringer Kongressbad. Seine Prominenz verdankt das Kongressbad nicht nur DEM Sommerhit des Jahres 2010 Kabinenparty, nein, es ist einfach ein schönes Schwimm-, Sonnen- und Luftbad. Mir ist nur nicht ganz klar, was ein Luftbad ist – Freiluftbad oder so was wie Luftkur-Badeort? Und verbirgt sich hinter dem Sonnenbad-Teil ein abgeschirmter FKK-Bereich? Vielleicht kann einer meiner Leser mich ja darüber aufklären?!
Im Kongressbad gibt‘s auf jeden Fall jede Menge zu erleben, vor allem im Erlebnisbecken, das direkt ans großzügige Sportbecken grenzt. Weiter davon entfernt, findet man ein Kinderbecken, in dem sich die lieben Kleinen austoben können. Für die größeren, bietet das Kongressbad einen eigenen Beach-Soccer- sowie einen Fußballplatz. Man erzählt sich, die Älteren würden sich die Zeit mit Tarock vertreiben, wer also gerne tarockiert, soll sich im Kongressbad mal nach Spielpartner umsehen.

Dieses Schwimmbad mitten in Wien verfügt über große Liegeflächen, auf denen – wie auch im Ottakringer Bad – Liegestühle zu Verfügung stehen. Ist das in Wiener Schwimmbädern etwa Standard? Schattenspendende Bäume sind ebenso vorhanden wie eine Trafik, in der man diverse Schwimmhilfen, Sonnencremes und sonstig Unentbehrliches erstehen kann.
Fürs leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, diverse Sorten Langos, Pommes, Eis und andere Imbiss-Köstlichkeiten stehen auf dem Programm. Beim „oberen Schwimmbad-Restaurant“ werden sogar die WM-Spiele gezeigt: Achtung, das sorgt für erhöhtes Männeraufkommen! Wer den Anblick rotköpfiger, brüllender Männerhorden nicht erträgt, holt sich seinen Eislutschker woanders.

Ansonsten fand ich das Kongressbad sehr angenehm, weitläufig und ruhig, schön für Familien, aber auch Jugendliche und Senioren gehören zu den Stammbesuchern. Außerdem versprüht das in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts eröffnete Kongressbad einen ganz besonderen Charme.

Nicht so toll sind allerdings die Fahrrad-Abstell-Möglichkeiten, es existiert zwar ein Fahrradständer, dessen Kapazitäten sind aber sehr begrenzt sind. Ansonsten erreicht man das Kongressbad mit der Linie 43 oder mit der S45 Bahn Station Hernals und ist nach ein paar Minuten zu Fuß auch schon am Ziel.

Die Eintrittspreise sind auch hier auf öffentlichem-Bad-Niveau und deshalb mit 4,70 für eine Erwachsenen-Tageskarte auch moderat.

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